Stär­ken stärken

Beginnen wir mit einer kleinen Denksportaufgabe: Schauen Sie sich folgende Grafik und die entsprechenden Quersummen an. Was fällt Ihnen auf?

Klar, in Zeile drei ist ein Fehler. Doch so gut wie niemand wird gedacht haben: „Mensch, fünf der sechs Quersummen sind ja richtig!“

Warum ticken wir so?

Weil wir so sozialisiert sind, weil wir seit Kindesbeinen darauf getrimmt sind, auf Fehler zu achten und möglichst selbst keine zu machen. Das setzt sich in unserem Berufsleben fort. Dort sind wir als Einzelne, als Team oder Abteilung meistens dann erfolgreich, wenn wir keine Fehler gemacht haben. Sie kennen das wahrscheinlich auch: In den Gesprächen mit der Führungskraft, in Teammeetings oder den Abteilungsbesprechungen wird häufig über Dinge geredet, die (noch) nicht gut laufen und viel weniger darüber, was gut läuft und wie man das noch ausbauen könnte.

Im Zentrum unserer Arbeit steht der stärkenorientierte Blick auf die Dinge.

Fehler gefunden. Schuldige gesucht. Verbessern. Weiter.

Natürlich sind wir auch der Meinung, dass es wichtig ist, Fehler frühzeitig zu finden, nicht zweimal zu machen und daraus zu lernen. Wir finden es auch gut und richtig, wenn über geschehene Fehler offen und lösungsorientiert gesprochen wird, ohne Fingerpointing zu betreiben.

 

Das Positive wertschätzen

Aber gleichzeitig sind wir fest davon überzeugt, dass es genauso wichtig ist, zu würdigen, was gut gelingt, wo Menschen und Teams Stärken haben und sie etwas geschafft haben. Dieser Fokus wird aus unserer Erfahrung im Beruflichen viel zu selten gesetzt. Was macht uns Spaß? Welches Ereignis im Job war positiv besetzt? Welcher Arbeitsbereich ist besonders erfolgreich? Worauf sind wir stolz und was ist gut gelungen? Kurz: Worin sind wir richtig gut? Im Zentrum unserer Arbeit steht der stärkenorientierte Blick auf die Dinge. Wir sind davon überzeugt: Jeder kann etwas besonders gut! Es lohnt sich dort genauer hinzuschauen, statt immer nur daran herum zu doktern, was nicht funktioniert. Es gelingen viele Dinge im Laufe eines Tages und es ist an uns, diese Dinge auch entsprechend zu würdigen. Das lässt die tägliche Arbeit nicht weniger werden, aber es macht sie etwas leichter. Stärken stärken statt Defizite ausräumen ist nicht nur seit vielen Jahren unsere Devise sondern auch in den New Work Konzepten der Zukunft fest verankert.

Fehler gefunden. Schuldigen gesucht. Verbessern. Weiter.

Der Graf und die Bohnen

In diesem Zusammenhang erzählen wir gern die Geschichte vom alten Grafen mit den Bohnen. Es ist die Geschichte eines Grafen, der sehr, sehr alt wurde, weil er ein Genussmensch war. Der Graf verließ niemals das Haus, ohne sich zuvor eine Hand voll Bohnen einzustecken. Er tat dies nicht etwa, um die Bohnen zu kauen. Nein, er nahm sie mit, um so die schönen Momente des Tages bewusster wahrzunehmen und um sie besser zählen zu können. Jede positive Kleinigkeit, die er tagsüber erlebte, für alles, was ihn erfreute, was ihm gut gelang, ließ er eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern. Manchmal waren es gleich zwei oder drei. Abends saß er dann zu Hause uns zählte die Bohnen aus der linken Tasche. So führte er sich vor Augen, wie viel Schönes ihm an diesem Tag widerfahren war und was alles in ihm steckte. Und sogar an einem Abend, an dem er bloß eine Bohne zählte, war der Tag gelungen.

Vielleicht fühlen Sie sich angesprochen und tun es dem Grafen nach. Probieren Sie es einfach mal aus.

Und wenn Sie Lust haben, zu erfahren, wie genau wir das in unseren Veranstaltungen und unserem Tun verankern, sprechen Sie uns gerne an. Dann erzählen wir Ihnen vielleicht auch etwas von den Fischen …

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